Die Dorn Therapie


Sagt Ihnen der Ort Lautrach etwas?

Liegt unweit vom schönen Städtchen Memmingen, verfügt über einige Gasthöfe, einer Kirche, einen Naturlehrpfad und ein kleines Sägewerk. Na und, werden Sie jetzt vielleicht denken, darüber verfügen Millionen anderer Dörfer in Deutschland auch. Sie haben recht, aber Lautrach hat eben doch noch etwas besonderes, Lautrach hat den Herrn Dorn.


Dieter Dorn, Landwirt und Sägewerksbesitzer, Ehemann und Vater zweier Söhne, lebt seit eh und je hier im schwäbischen Allgäu, und vielleicht hätte man von ihm nie mehr gesehen und gehört, als von all den anderen rechtschaffenen Bürgern im Ort auch.
Aber dann hätte das Schicksal dem Herrn Dorn nicht den furchtbaren Hexenschuß geschickt, der Arbeit an der Säge zu Qual und jede Bewegung zum Martyrium werden ließ, dann hätte das Schicksal es auch gefügt, dass die aufgesuchten Ärzte und Orthopäden ihm schnell geholfen hätten, dann hätte das Schicksal ihn nicht - in letzter Verzweiflung - zu einem alten Bauern geschickt, der schon seit ewigen Zeiten den Bauern das Vieh behandelte und manchmal den Bauern oder Bäuerinnen eben gleich mit. Dahin wandte sich nun auch Dieter Dorn, mit dem nicht sehr aufbauenden Gefühl, dass der, wenn schon nicht helfen, so doch zumindest nicht mehr viel kaputtmachen könnte.
Der alte Mann sagte nicht viel, die Leute hier sind überhaupt nicht sehr gesprächig, fingerte eine Weile an seinem Rücken herum und brummelte dann: Das war's - und das war`s wirklich: Dieter Dorn war und blieb beschwerdefrei.

Diese Geschichte werden Sie in der einen oder anderen Form immer wieder hören oder lesen, wenn es um die Methode Dorn geht, und bis hier stimmt sie auch tatsächlich mit dem überein, was Dieter Dorn selber erzählt. Wie es dann weiterging, wie er dazu kam, sich näher mit der Wirbelsäule, den Gelenken und den damit verbundenen Beschwerden zu befassen, da beginnen Wahrheit und Geschichte sich zu vermischen. Die einen behaupten, der alte Bauer habe den Herrn Dorn sozusagen in die Lehre genommen, da er spürte, dass der Tod nicht mehr weit entfernt war, die anderen behaupten, Dorn selbst habe aus Dankbarkeit um die Hilfe darum gebeten, diese Methode lernen zu dürfen, um sie dann - in seinem Sinne - weiterzuführen.
Klingt beides nett, stimmt aber nicht. Originalton Dieter Dorn: Ach was, ja sicher, ich habe gefragt, wie er das gemacht hat und ob er mir das zeigen könne. Aber mehr als ein hintergründiges: Du hast es schon, habe ich nicht darauf gehört. Keine Lehre, keine Einführung in geheimnisvolle Griffe und Kniffe, nur der feste Entschluß, das, was immer es auch war, zu lernen. Er setzte diese Absicht in die Tat um, begann zu lernen, studierte Anatomie und den Aufbau der Wirbelsäule. Jede freie Minute, die ihm die Arbeit an der Säge ließ, verbrachte er mit seinen Büchern und so langsam begann sich das, was heute die "Methode Dorn" ist, abzuzeichnen.
Das ging natürlich nicht von heute auf morgen, aber er hatte Zeit - bis seine Ehefrau "unter das Messer" sollte. Sie wurde seit Jahrzehnten von unerträglichen Kopfschmerzen gequält, gegen die kein Kraut gewachsen schien. Die medizinische Diagnose klang entsprechend düster: Pathologisch verlängerte Halswirbel drücken auf einen Nerven und verursachen einen dauernden Reizzustand, Operation!
Wieder war es der Gedanke: Verderben kann man ja nichts mehr, der Herr Dorn Mut machte.
"Hand an seine Frau zu legen." Ganz vorsichtig begann er die Halswirbelsäule abzutasten, drehte, schob und drückte ein bisschen und ganz langsam, so nach und nach wurde es mit dem Kopfweh weniger - bis es schließlich ganz verschwand.
Seither sind viele Jahre vergangen, über Verwandte, Bekannte und Nachbarn hinaus ist Dieter Dorn ein Begriff in der alternativen Medizin geworden, und sei Dank des Schulmediziner Dr. Michael Graulich, auch darüber hinaus.
Ein unschätzbarer Vorteil dieser Methode - die sie gegen jede andere Therapie abgrenzt - ist, dass sie tatsächlich für den Patienten völlig ungefährlich und ohne alle Nebenwirkungen ist, wenn man von vorübergehendem Muskelkater einmal absieht. Manchmal kann es - bei besonders disponierten Personen - nach Manipulationen an der HWS zu Kreislaufbeschwerden kommen. Die sind harmlos und mit Flachlagerung leicht zu beheben.
Einen Fehler dürfen Sie allerdings nicht machen: Setzen Sie "sanft" nicht "schmerzfrei" gleich. Eine Kreuzbeinreposition bringt, wenn sie richtig gemacht wird, so manchen Patienten zum Jauchzen und auch der eine oder andere Wirbel will nicht ohne Schmerzen an seinen richtigen Platz. Sanft heißt eben nur: Ohne schädliche Folgen für Sehnen, Bänder und Gelenke.
Für weitere Informationen empfehle ich Ihnen das Buch von Dr. med. Michael Graulich: Wunder dauern etwas länger, Margarethen Verlag, Ottobeuren.

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